Die Insel Senja bietet landschaftliche Ausblicke vom feinsten und begeistert im Winterhalbjahr mit guten Chancen auf Polarlichter

Unterwegs: Senja

Die Insel Senja bietet landschaftliche Ausblicke vom Feinsten und begeistert im Winterhalbjahr mit guten Chancen auf Polarlichter.

Die Insel Senja liegt ca. 150 km Fahrstrecke südwestlich von Tromsö. Seit 2019 bietet Lufthansa einmal wöchentlich einen Direktflug ab München nach und von Tromsö an, was das Hinkommen deutlich erleichtert. Lufthansa lässt sich diesen Service allerdings ordentlich bezahlen – wer ein schmaleres Budget hat, sollte günstigere Flüge mit Umsteigen wählen, muss dafür aber deutlich mehr Zeit einplanen.

Zitat aus Wikipedia:

Senja (nordsamisch Sážža) ist die zweitgrößte Insel Norwegens und gehört zur Fylke Troms. Sie liegt etwa 350 km nördlich des Polarkreises.
Die Insel ist im Süden durch den Tranøyfjord und den Solbergfjord, im Osten durch den Gisund von Festland getrennt. Im Norden trennt der Malangsfjord sie von der Insel Kvaløy. Die dem Meer zugewandte westliche Seite ist felsig und stark zerklüftet und durch dramatische Fjordlandschaft geprägt. Die wenigen Fischerorte befinden sich in geschützten Buchten oder auf Schären (Husøy). Die dem Festland zugewandte Ostseite hat eher lieblichen Charakter und ermöglicht Land- und Waldwirtschaft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Senja

Ein guter Ausgangspunkt für Touren auf Senja ist die der Insel vorgelagerte Stadt Finnsnes, wo man auch Hotels findet. Zwar hat man dann immer Fahrstrecke zu den Locations vor sich, aber weil die Insel durch Fjorde sowie hohe und steile Bergkämme zerschnitten ist, gibt es ohnehin nur wenige Querverbindungen. Egal wo man also wohnt, wird man immer Kilometer zum nächsten Fotospot abspulen müssen – für den einen wohnt man günstiger, für den anderen dafür halt weiter weg.

Wer wie ich im Winter auf Senja unterwegs ist, sollte sich entweder Schneeschuhe oder Tourenski leihen, um auch ins Gelände zu kommen, oder muss sich damit abfinden, dass man „nur“ entlang der Straßen seine Fotomotive aussuchen. Ich hatte letzteres gewählt – und weil im März 2019 sehr viel Schnee lag, gab es auch nur wenige Parkbuchten, obwohl die Straßen sehr fleißig geräumt werden. (Nebenbei: Bei solchen Straßenverhältnissen – es wird in Norwegen nirgends gesalzen – ist man über die Spikes auf den Reifen heilfroh. Es empfiehlt sich trotzdem, sehr angepasst zu fahren.)

Auf den folgenden Bildern stelle ich Euch einige ausgewählte, sehr empfehlenswerte Fotospots vor (die Auswahl ist natürlich nicht abschließend).

Am Steinfjord
Canon 5D Mark IV, 18mm, 1/30s, f11, iso400, Verlauffilter
Der Steinfjord ist ein kurzer Meeresarm zwischen Bergsbotn und Ersfjord. Weil es dort einen Rastplatz gibt, kann man gut parken. Der große Berg im Vordergrund ist der Husfjellet.
Panorama (zwei Aufnahmen) von Bergsbotn
Canon 5D Mark IV, 35mm, 1/200s, f11, iso400
Der Bergsbotn mit der gleichnamigen Ortschaft ist der landeinwärts gelegene Teil des riesigen Bergsfjords.
Nordlicht über Bergsbotn
Canon 5D Mark IV, 14mm, 30s, f14, iso800
Der über Bergsbotn gelegene Aussichtspunkt bietet ideale Voraussetzungen zur Polarlicht-Fotografie. Einsam wird man dort allerdings nicht sein.
Nordlicht am Krokelvatnet
Canon 5D Mark IV, 14mm, 13s, f7,1, iso400
Am im Winter zugefrorenen See Krokelvatnet ist man dagegen beim Fotografieren weitgehend alleine, obwohl man hier nicht minder gute Bedingungen hat. Der Berg rechts trägt übrigens einen fast bayerischen klingenden Namen: Er heißt Stormoa.
Tungeneset mit Okshornan
DJI Mavic 2 Pro, 28mm, f2,8, 1/500s, iso100
Die eigentlich „Ochsenhörner“ heißende Bergkette wird im Volksmund auch gern als „Teufelskiefer“ bezeichnet. Die Aufnahme ist vom Aussichtspunkt Tungeneset mit einer Drohne entstanden.
Kirche? Mahnmal? Oder was?
Canon 5D Mark IV, 23mm, 1/20s, f16, iso200
Sehr erfreulich, dass sich die Norweger nicht einfach auf Funktionsbauten beschränken, sonder gerne auch mal außergewöhnliche architektonische Wege gehen: Das hier ist – man staune – eine Toilettenanlage. Sie steht in Ersfjord.
Fischerboot im Mefjord
Canon 5D Mark IV, 100mm, 1/500s, f13, iso200
Ohne das vom Fang einfahrende Boot ließe sich das Größenverhältnis des im Hintergrund aufragenden, 811m hohen Berges Skultran nicht erfassen.
Eisnadeln in Mefjordvaer
Canon 5D Mark IV, 14mm, 13s, f7,1, iso400
Auch im März kann noch große Kälte auftreten – am Morgen dieses Tages hatte es -18 Grad, wovon die Eisnadeln ein beredtes Zeugnis abgeben. Die tiefe Kameraposition verstärkt den Fokus darauf.
Fischerhütte am Straumsbotn
Canon 5D Mark IV, 100mm, 1/1000s, f8, iso200
Freundlicherweise frisch gestrichen hatte wohl im Herbst noch der Besitzer dieses Häuschens.

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