Es gibt ja nicht viele Orte auf dieser Welt, wo man sich „schlechtes“ Wetter wünscht. Aber auf der Isle of Skye gehört Schmuddelwetter zum guten Ton – und verleiht der ohnehin eindrucksvollen Landschaft noch mehr Dramatik

Unterwegs: Isle of Skye

Es gibt ja nicht viele Orte auf dieser Welt, wo man sich „schlechtes“ Wetter wünscht. Aber auf der Isle of Skye gehört Schmuddelwetter zum guten Ton – und verleiht der ohnehin eindrucksvollen Landschaft noch mehr Dramatik.

Entsprechend hält der Autor März/April und Oktober für die besten Foto-Reisezeiten zu dieser Location. Und das hat – neben dem Wetter – weitere positive Auswirkungen, weil man dann zwei „Schwärmen“ ausweicht: Zum einen den Touristenströmen, die Bus an Bus die Isle of Skye in der Hauptsaison überschwemmen, und zum zweiten den Midges, kleinen, aber sehr schmerzhaft stechenden Mücken. Mücken und Touristen haben hier dieselbe Hauptsaison … Ein weiterer Hauptgrund für diese Reisezeit: Auch die Fotografen steigen sich dann an den Hotspots nicht auf die Füße oder gegenseitig ins Bild.

Von Deutschland aus ist die Isle of Skye über mehrere Flughäfen gut erreichbar (Glasgow, Inverness etc.). Die touristische Infrastruktur ist gut, aber speziell auf der Isle of Skye entspricht das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hotels und B&Bs nicht europäischen Gewohnheiten. Wer gewohnt gut wohnen will, muss mit deutlichen Aufschlägen rechnen. Mietwagen sind auf europäischem Preisniveau verfügbar.

Wegen des sehr wechselhaften (atlantischen) Wetters empfiehlt sich guter Schutz für die Ausrüstung. Und da die häufig starke Bewölkung längere Verschlusszeiten nötig macht, darf auch ein Stativ nicht fehlen.

Portree
Canon EOS 5D Mark IV, 38mm, f13, 1/30s, iso100
Die “Hauptstadt” der Isle of Skye hat nur wenige Schauseiten – der Blick von oben auf die bunten Häuser am Hafen gehört aber auf jeden Fall dazu. Fotografen sollten kräftiges Morgenlicht abwarten, um hier zuzuschlagen
Black Cuillins
Canon EOS 5D Mark IV, 20mm, f18, 2.5s, iso100
Die berühmten schwarzen Berge im Südwesten der Isle of Skye sind ein Eldorado für Wanderer und Bergsteiger – und für Fotografen nicht minder. In Kombination mit den vielen Bächen und Flüssen halten sie eine endlose Zahl an begehrenswerten Motiven bereit. Wer an sie heran will, sollte sich an rauhes und teilweise sumpfiges Terrain gewöhnen.
Sligachan Bridge
Canon EOS 5D Mark IV, 16mm, f16, 1.6s, iso100
Diese Brücke ist wohl eines der meistfotografierten Motive auf der Isle of Skye. Das liegt zum einen an ihrer wirklich malerischen Form – und zum zweiten, dass man vom Parkplatz nur ein paar Meter gehen muss, um sie zu erreichen. Entsprechend vielen Fotografen wird man hier begegnen.
Loch Leathan und The Storr
Canon EOS 5D Mark IV, 105mm, f16, 1/30s, iso200
Der Gebirgskamm der Trotternish Ridge zieht sich durch den Nordosten der Isle of Skye. Einer seiner Gipfel ist The Storr, am eindrucksvollsten zu fotografieren über Loch Leathan hinweg. Die besten Fotoplätze liegen direkt an der Straße; wer mit offenen Augen fährt, kann sie nicht verfehlen.
Old Man of Storr
Canon EOS 5D Mark IV, 16mm, f11, 30s, iso100
Der Felszapfen des Old Man ist das Wahrzeichen der Isle of Skye schlechthin. Ihn zu fotografieren ist deshalb ein absolutes Muss. Zum Sonnenaufgang wird ein ambitionierter Fotograf deshalb schon oben auf der Anhöhe sein und auf einen stimmungsvollen Sonnenaufgang hoffen.
Mealt-Falls und Kilt Rock
Canon EOS 5D Mark IV, 24mm, f18, 1/15s, iso100
Der Kilt Rock ist ein Basaltfelsen, der steil aus dem Meer aufragt. Vor ihm fließt der Mealt-Wasserfall hinunter. Um das Schauspiel besser sehen zu können, wurde eine Plattform an den Fels gebaut, die über die Klippe hinausragt. Wer hier fotografiert, braucht etwas Geduld – die Plattform ist nur klein und viel besucht, so dass man manchmal etwas auf seine Chance warten muss.
Quiraing
Canon EOS 5D Mark IV, 35mm, f16, 2.5s, iso100
Der Quiraing ist der dominierende Berg des Inselnordens; vor allem zu Sonnenaufgang und vormittags trifft man hier viele Fotografen an. Seine Steilwände lassen kaum vermuten, dass man ihn relativ leicht besteigen kann – von der Rückseite her. Der Großteil der Besucher hat aber ohnehin ein anders Ziel: das „The Prison“ genannte Felslabyrinth in Bildmitte.
Pass-Straße zwischen Beinn Edra und Quiraing
Canon EOS 5D Mark IV, 23mm, f16, 4s, iso100
Die Wanderung zum Quiraing ist auch deshalb so beliebt, weil man auf einer Passstraße schon einen recht hohen Ausgangspunkt erreicht. Diese Straße selbst ist wiederum als Fotomotiv recht beliebt, mit dem Berg Beinn Edra im Hintergrund.
Dunvegan Castle
Canon EOS 5D Mark IV, 16mm, f11, 1/50s, iso200
Hoch im Nordosten der Isle of Skye liegt das Dunvegan Castle. Für Fotografen interessant ist nicht nur das Schloss selbst, sondern auch die weitläufigen, wundervollen Gartenanlagen.
Robbe vor Dunvegan
Canon EOS 5D Mark IV, 400mm, f5.6, 1/1250s, iso800
Nicht entgehen lassen sollten sich Fotografen eine Bootsfahrt von Dunvegan Castle hinaus zu den kleinen Inseln vor dem Festland. Dort versammeln sich oft Dutzende Robben. Die erfahrenen Skipper manövrieren das Boot nahe an die Inseln heran, so dass man die Tiere gut fotografieren kann. Wer bei etwas schlechterem Wetter die Fahrt nicht scheut, hat so wie der Autor die Chance, das Boot für sich alleine zu haben.
The Fairy Pools
Canon EOS 5D Mark IV, 16mm, f9, 4s, iso100
Die “Märchengumpen” im Glen Brittle gehören für den Autor zu den schönsten Flecken auf der Isle of Skye überhaupt. Es fällt schwer, sich von der Unzahl an möglichen Motiven wieder zu trennen. Wer über wasserdichtes Schuhwerk verfügt, kann sich hier die besseren Perspektiven erarbeiten.
Talisker Bay
Canon EOS 5D Mark IV, 35mm, f20, 30s, iso200
Zwar liegt unweit der Bucht die Talisker Distillery und wird manchen auf dem Weg zur Küste schon bremsen. Die Bucht ist aber so fotogen, dass man sich den Whiskey für den Rückweg aufsparen sollte. Wie ein guter Whiskey sollte hier auch ein Bild reifen – eine lange Belichtungszeit beruhigt die Meereswellen.
Neist Point Lighthouse
Canon EOS 5D Mark IV, 35mm, f13, 1/15s, iso200
Zurecht einer der beliebtesten Fotoplätze auf der Insel ist die Landzunge von Neist Point mit ihrem Leuchtturm. Hier lassen sich nicht nur von oben, sondern auch unterhalb des Leuchtturms viele lohnende Motive einfangen. Nachmittags bis abends haben Fotografen so reichlich zu tun.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.