Sehenswerte Fotoausstellung in München: Wenn die Nacht zum (Arbeits-)Tag wird

Nachtschicht

Noch bis zum 18. Februar läuft eine durchaus sehenswerte Ausstellung im Hochhaus der Süddeutschen Zeitung in München. Die vier Fotografen Siegfried M. Göckel, Markus Hetzer, Heinz Schütz und Jürgen G. Schulze haben sich dafür selbst etliche Nächte um die Ohren geschlagen, um die sieben hier Portraitierten zu begleiten und in ihrer typischen Arbeitsumgebung abzulichten.

Die Vernissage war gut besucht

Wenn wir von Menschen hören, sie arbeiten in Nachtschicht, ist das Mitgefühl groß. Arbeiten gegen den Biorhythmus mit allen gesundheitlichen Folgen. Schlafen, wenn andere ausgehen. Beziehungen zu Freunden und Familie stehen auf dem Prüfstand. Vier Münchner Fotografen haben Menschen an verschiedenen Orten in München aufgesucht, die Nachts arbeiten. Sie haben sie begleitet und mit ihnen über ihre Motive gesprochen. Das Ergebnis sind authentische Bilder und spannende Geschichten.

Zitat aus der Ausstellungsankündigung

Die vier Fotografen werden diesem Anspruch weitgehend gerecht. Sie begleiten ihre Klienten mit sichtbar großer Anteilnahme und schauen ihnen genau ins „Handwerk“, ohne je eine voyeuristische Perspektive einzunehmen. Sie stellen uns die „Nachtschichtler“ in Bild und auch Text mit großer Empathie vor.

Die vier Fotografen (v.l.): Heinz Schütz, Markus Hetzer, Siegfried Göckel und Jürgen Schulze
Lieblingsbild 1

Die beiden Lieblingsbilder des Autors sind (obwohl selbst Nichtraucher) zwei Portraits, bei denen der Qualm eine bildbestimmende Rolle spielt. Sehr gut gelungen!

Lieblingsbild 2

Kleine Wermutstropfen: Nicht durchgängig zeigen die Bilder hohen fotografischen Gestaltungswillen, sondern sind teils eher „nur“ dokumentarisch. Und für die Texte hätte ein Lektor noch Verbesserungen und Korrekturen ermöglicht.

Bäcker und Taxler

Über alles ist die Ausstellung aber sehr sehenswert und kann für einen Besuch absolut empfohlen werden.

Da lohnt es sich durchaus, genauer hinzuschauen

Die Ausstellung kann bis zum 18.02.2020 täglich von 09.-20.00 Uhr im Foyer des Hochhauses des Süddeutschen Verlags, Hultschiner Str. 8, 81677 München, besichtigt werden.

Anmerkung: Wer es nicht in die Ausstellung selbst schafft, kann sich hier das eBook mit allen Beiträgen ansehen.

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