In das nur selten betretbare Regenrückhaltebecken am Hirschgarten führte ein Workshop von Alpinbilder.de

Im Untergrund

Mit fünf Teilnehmer*innen ging es zum Foto-Workshop in den Untergrund. Das Regenrückhaltebecken am Hirschgarten bot eine beeindruckende Location für außergewöhnliche Fotos. Eine kleine Auswahl davon stelle ich hier mit Einverständnis der jeweiligen Fotografin bzw. Fotografen vor.

Geister in der Unterwelt:
Annette Plasa nutzt die Langzeitbelichtung, um die Personen im Bild per Langzeitbelichtung schemenhaft zu verwischen und so einen besonderen Effekt zu erzielen.
Versunken im Boden:
Bernd Hoppmann macht sich in idealer Weise die Dunkelheit und Spiegelung des schwarzen (verschlammten) Bodens zunutze, um die Säulenhalle des unteren Stockwerks als Vexierspiel zu präsentieren.
Formenspiel:
Die Treppe ins Untergeschoss als Ausschnitt zu präsentieren und so die geometrische Form zu betonen, gelingt Claudia Spiegl hier besonders eindrucksvoll. Die Schattenlinien an der Treppe sorgen für zusätzliche Akzente. Gibt der Lichtreflex dem Bild einen zusätzlichen Reiz oder stört er?
Farbenspiel:
Der SW-Ausarbeitung von Claudia Spiegl stellt Annette Plasa ihre gelungene Farbkomposition gegenüber und gibt der Tristheit der Location eine völlig neue Ansicht.
Der Ausweg:
Peter Steuer setzt dem eine frontale Aufnahme der Treppe entgegen. Seine eindrucksvolle Struktur erhält das Bild durch die Kanten der Treppen und den lichttechnisch herausgehobenen oberen Teil der Treppe als „Ausweg“. Der Verlorenheit des Ortes wird so auch eine positive Botschaft gegenüber gestellt.
Überblick:
Die schiere Endlosigkeit der Architektur der riesigen Halle fängt Teilnehmer „R.A.M“ (er möchte nicht namentlich genannt werden) in einem Panorama ein und verschafft uns so einen beeindruckenden Überblick. Die Belichtung wäre allerdings noch zu verbessern.
Here comes the sun:
Bernd Hoppmann nutzt die eigentlich spärliche Ausleuchtung der Halle für eine beeindruckende und sehr gelungene Gegenlichtaufnahme. Position und Blendeneinstellung wurden ideal gewählt.
Magisches Quadrat:
Claudia Spiegl setzt die gelblich beleuchtete obere Halle perfekt in Szene. Den in allen Richtungen verlaufenden Lichtverläufen, Strukturen und Schattenlinien wird die klare geometrische Fom des Quadrats kontrapunktisch als Fixpunkt gegenübergestellt.
Silberne Sperre:
Durch eine tiefe Kameraposition und die Zentralperspektive zieht Peter Steuer den Betrachter in Bann. Die gewählte Langzeitbelichtung erzeugt in starkem Kontrast den Leuchteffekt der Sperrschleuse.
Das Geheimnis:
In eine geheimnisvolle Welt lässt uns R.A.M durch das Sperrtor des unteren Beckens blicken und regt so unsere Fantasie an. Ist es vielleicht ein Tresor? Oder ein Kerker?

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