Bergfoto-Workshop Teil 2: Möglichst wenig mitnehmen, aber alles Notwendige dabei haben – Bergfotografen beherrschen die Quadratur des Kreises

Alles dabei

Bergfoto-Workshop Teil 2: Möglichst wenig mitnehmen, aber alles Notwendige dabei haben – Bergfotografen beherrschen die Quadratur des Kreises.

Die wichtigste Grundregel werdet Ihr für eine Banalität halten: Überfordert Euch nicht! Das gilt sowohl für die körperliche als auch die alpintechnische Leistungsfähigkeit. Wenn man im Tal den Rucksack auf den Buckel wuchtet, neigt man erfahrungsgemäß etwas zum Selbstbetrug: „Ich pack das schon“ – kaum jemand mag sich eingestehen, dass man das Gewicht schon spürt. Und je schwieriger die Tour, desto eher ist Vorsicht angeraten, denn mit mehreren hundert Höhenmetern in den Beinen spürt man die Grenzen der eigenen Konstitution dann durchaus. Klein anfangen hat noch niemandem geschadet.

Nicht zu viel mitnehmen: Nicht jeder ist ein Sherpa!

Ich selbst habe in meinem Rucksack für eine „Standardtour“ meist folgende Ausrüstung dabei, um für (fast) alle Eventualitäten gerüstet zu sein:
• Canon 5D Mark IV
• EF 24-105mm f4 IS II
• EF 70-200mm f2.8 IS II
• Speedlite 430EX III
• Blitzsteuergerät ST-E3

Meine Standardausrüstung für Bergtouren

Mit der sonstigen Kameraausstattung wie Zusatzakkus etc. ergibt das schnell mehr als acht kg an Foto-Equipment; und dazu kommt dann noch die Alpinausrüstung. Das muss man schon mögen …

Wer hier einsparen will, könnte sich für den Anfang auch mit Kamera und Standardzoom bescheiden (so wie dem oben genannten 24-105mm). Die Objektivauswahl hängt ansonsten davon ab, welche Motive eingefangen werden sollen: Auf kurze, weitwinklige Brennweiten wird man in den Bergen kaum verzichten können. Tiere wie Gämsen oder Murmeltiere sind meist sehr scheu, weshalb man für sie ein Tele mit einpacken sollte.

Ansonsten gibt es für mich eigentlich nur ein einziges Muss: Ein Stativ, und wenn es nur ein Klemmstativ (wie z.B. ein Gorillapod) oder auch nur ein Seilstativ ist (zu Stativen schreibe ich später mal einen eigenen Beitrag).

Ich selbst benutze für Bergtouren meist ein Rollei C6i: Es ist ein kompaktes, leichtes Fotostativ aus Carbon, verwendbar als Dreibeinstativ, Makrostativ (weil der Aufbau auch „umgedreht“ möglich ist) sowie als Monopod. Es wird zu einem bezahlbaren Preis inkl. ArcaSwiss-kompatiblen Kugelkopf geliefert.


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